Fahrzeugbeschriftungen | Car Wrapping

Fahrzeugbeschriftungen sind Teilfolierungen oder Fahrzeug Vollfolierungen (Vollverklebungen). Insbesondere bei Fahrzeugvollverklebungen (sog. Car-Wrapping) umfasst die Umsetzung mehrere Phasen und wird stets von der Art der grafischen Gestaltung und der Art der 3D-Oberfläche des Fahrzeuges beeinflusst.
Bei Fahrzeugvollverklebungen sind Erfahrungen und Know-how über die zu verwendeten Hochleistungsfolien notwendig.
Die planungssichere Umsetzung und die fachgerechte Übertragung von Fahrzeugvollverklebungen ist seit Jahren ein Markenzeichen von Signa.

Allgemeine Kundeninformationen zur Verklebung von Folien auf Fahrzeugen

Vorbereitung des Fahrzeuges durch den Kunden

Basis einer Fahrzeugvoll-/teilverklebung ist die Bereitstellung eines grundgereinigten Fahrzeuges. In textilen Waschstraßen ist die einfachste Wäsche durchzuführen (KEINE Polituren/Wachse). Große und hartnäckige Verunreinigungen wie Teerflecke, Insektenrückstände u.ä. sind vom Kunden zu entfernen.

Auf das Aufbringen von Polituren/Wachsen auf dem Lack muss verzichtet werden. Der Lack muss vollständig von Wachsen befreit sein. Ist das Fahrzeug ungenügend gereinigt, können zusätzliche Reinigungskosten anfallen.

 

Zeitlicher Rahmen

Die Montagezeit variiert sehr stark je nach Aufwand. Generell erfordert eine Basisfolierung einen Zeitaufwand von 3 Tagen.

Bitte Fahrzeug(e) gereinigt am Vorabend der Beschriftung in einem geeigneten Beschriftungsort* abstellen. (*Möglichst staubfreie und warme (mind. 16°C - max. 25°C) Halle oder Garage mit Strom- und ggf. Wasseranschluss).

Egal wie schnell die Folierung Ihres Fahrzeuges auch vorangeht, das Fahrzeug muss noch etwa 24 Stunden in gleichmäßig temperierten Räumen verweilen. Diese Zeit benötigt der Kleber um sich mit dem Untergrund zu verbinden und auszuhärten. Ansonsten wird bei geringen Temperaturen der Aushärteprozess unterbrochen. Bei Sonneneinwirkung hingegen kommt es sofort zu Folienablösungen, besonders da wo viel gedehnt wurde und starke Spannungen auf die Folie wirken.

 

Haltbarkeit der Folie / Untergründe

Die Haltbarkeit der Folie ist u.a. abhängig von der Beschaffenheit des Untergrundes auf dem sie verklebt werden soll. Bei einer vertikalen Bewitterung bei mitteleuropäischem Normalklima hat die Folie eine Haltbarkeit von etwa 4-5 Jahren. Ab diesem Zeitpunkt beginnt durch Weichmacherwanderung die Folie an ihrer Elastizität zu verlieren und versprödet. Es ist ratsam die Folie dann zu erneuern bzw. zu entfernen. Bei digital bedruckten Flächen verringert sich die Haltbarkeit aufgrund des stärkeren Ausbleichens der Farbpigmente. Eine Hartwachsversiegelung und regelmäßige Versiegelung der Folie verlängert deren Haltbarkeit. Eine Gewähr für eine bestimmte Mindesthaltbarkeit kann nicht übernommen werden. Eine verkürzte Haltbarkeit kommt z. Bsp. auch bei überlackierten Kunststoffteilen häufig vor.

Nicht lackierte raue Kunststoffteile können nicht beklebt werden. Bei eventuellen Nachlackierungen muß der Lack mind. 4-6 Wochen aushärten/ausgasen bevor foliert werden kann. Der Lack/Untergrund das Fahrzeuges muss perfekte Qualität aufweisen. Jede Schramme, Delle oder Kratzer sind nach der Folierung deutlicher zu sehen als im Lack selber. Wir übernehmen absolut keine Haftung für Lackfehler die im Zuge der Folierung auftreten. Es gibt keine Möglichkeit die Haftung des Lackes zu testen. Bei 99% kein Problem, aber bei Nachlackierungen / reparierten Lackierungen kann es zu Problemen kommen. Auch Neufahrzeuge können nachlackiert sein.

 

Staub / Luftbläschen

Weiter ist es unvermeidlich das sich bei der Verarbeitung zwischen Folie und Lack kleine Staubpartikel befinden. Durch die Kaltfließeigenschaft des Klebers werden diese aber innerhalb der nächsten zwei Wochen nach der Verklebung vom Kleber umflossen und in der Kleberschicht eingebunden und somit nicht mehr sichtbar. Eventuell entstandene Luftbläschen diffundieren durch die Folie und verschwinden innerhalb einiger Tage.

Trotz aller gebotener Sauberkeit sind Hausstaubeinschlüsse nicht zu vermeiden und stellen keinen Reklamationsgrund dar!

Bei manchen Fahrzeugteilen wie Türgriffe, Spiegel oder Falze die besonderer Beanspruchung ausgesetzt sind, können wir keine Gewährleistung/Garantie geben.

 

Überlappungen / Falten

Eine Folierung eines Fahrzeuges ist nicht mit einer Lackierung gleichzusetzen. Zur Beurteilung der Qualität ist ein Betrachterabstand einzuhalten. Es gilt auf Folierungen / Ö-Norm ein Betrachtungsabstand von mindestens drei Meter.

Eventuell auftretende Faltenbildungen, die bei extremen Rundungen von Teilen entstehen können, werden so eingearbeitet das sie nicht sofort ins Auge fallen. Sie sind aber nicht immer vermeidbar und stellen keine Mängel dar. Folien sind in ihren Eigenschaften anders als Lacke. Beklebungen von Flächen, die die Folienbreite übersteigen, können eine Überlappung an weniger auffälligen Stellen erforderlich machen.

 

Problematische Stellen / Einleger/ Überlappungen

Türgriffe, Spiegel, Spoiler und starke Vertiefungen, hauptsächlich bei Frontschürzen, sind aufgrund ihrer individuell konvexen und konkaven Formen meist nicht an einem Stück zu machen. Es lässt sich oft nicht vermeiden mit Einlegern zu arbeiten um eine Überdehnung der Folie zu verhindern und einem Ablösen der Folie entgegenzuwirken. Die Überlappungen von etwa 2 mm werden an Lichtkanten oder nicht markanten Stellen durchgeführt. Bei schwierigen Stellen mit starker Wölbung (z.B. Kotflügel) kann keine 100%ige Passgenauigkeit gewährleistet werden. In tieferen Spaltmaßkanten kann die Originalfarbe sichtbar bleiben, Beklebungen von Innenflächen sind möglich und aufpreispflichtig. Generell gibt es für Folierungen der Innenteile keine Garantie oder Gewährleistung.

 

Schäden durch Folierung

Im Zuge der Folierung kann es nötig werden, dass die Folie nach Anbringung auf dem Lack geschnitten werden muss. Wir sind in der Lage die Folie zu trennen ohne dabei in den Lack zu schneiden (denn die Folie wird nur angeritzt oder ein bestimmtes Knifeless-Band benutzt). Dennoch könnten leichte Kratzer im Lack entstehen. Diese lassen sich wegpolieren.

Bei der Entfernung der Folie können Schäden am Lack auftreten (Klarlackablösungen o.ä.). Dies ist auf Fehler am Lack zurückzuführen. In der Automobilindustrie werden serienmäßig Fahrzeuge gefertigt, deren Lackierung mindestens einen Gitterschnittkennwert GT1 (DIN 53151) aufweisen. Dieser Wert sagt etwas über die Festigkeit des Lackes auf dem Untergrund aus. Keine der verwendeten Wrapping-Folien hat eine Klebkraft die dessen Wert übersteigt.

Lackschäden können bei einer Rückrüstung jedoch generell, insbesondere in nachlackierten oder vorbeschädigten Bereichen, nicht vollständig ausgeschlossen werden.

 

Pflege

Die erste richtige Reinigung sollte erst erfolgen, wenn der Kleber seine volle Haftkraft entwickelt hat. Folien können und sollten nass gereinigt werden, denn dadurch wird verhindert das Staubpartikel, kleine Sandkörnchen und ähnliches die Oberfläche beschädigen. Waschen Sie Ihr Fahrzeug regelmäßig mit Seifenlauge oder in einer textilen Waschanlage. Handwäsche sollte dennoch vorgezogen werden. Sehr aggressive oder scheuernde Reinigungsmittel sind dabei ungeeignet. Grundsätzlich gilt: Stöße und Kanten der Folien immer sehr behutsam reinigen. Das folierte Fahrzeug darf nicht mit einem Hochdruckreiniger gereinigt werden.

Folierte Fahrzeuge sollten nach der Beschichtung und später aller drei Monate mit flüssigen Hartwachs oder einer Versiegelung behandelt werden.

Fragen Sie bei uns nach geeigneten Produkten. Matte Folien bitte NIE polieren! Die Folien sind Wetter- und UV-beständig.